En delikate Sujet

Et ass e Sujet, iwwer deen et oft schwiereg ass ze schwätzen, wann een Elteren ass. An trotzdem, muss een di Jugendlech warnen, dass se net sollen, intim Relatiounen liichtfänkeg ufänken. D’Risiken ginn oft ënnerschat…

Hei de Lieserbréif vum Kelly Meris:

Gedanken zum Artikel „Das Stigma muss ein Ende haben“ aus der Revue vom 21.03.2018

Das HI-Virus wird verharmlost. Dies ist absolut unverantwortlich, vor allem jungen Lesern gegenüber. Junge Menschen sollen dazu ermahnt werden, immer Wert auf geschützten Verkehr zu legen und darin bekräftigt werden, von jedem Sexualpartner einen HIV-Test zu verlangen! Doch aus besagten Zeilen kann eher herausgelesen werden, dass Schutzmaβnahmen eigentlich nicht mehr nötig seien, und es nicht als absolute Pflicht angesehen wird, den neuen Partner über eine HIV-Infektion sofort zu informieren!! Anstatt an das Verantwortungsbewusstsein, das jeder seinen Mitmenschen gegenüber haben sollte, zu appellieren, wird hier geschrieben, es falle HIV-positiven Menschen eben schwer, am Anfang einer Beziehung über ihren Gesundheitszustand zu reden… als ob es sich dabei um eine Katzenhaarallergie handeln würde!!

HIV sollte enttabuisiert werden – das stimmt. Aber in dem Sinne, dass es als völlig berechtigt und absolut üblich angesehen wird, HIV-Tests vollziehen zu lassen, und diese auch vom Partner zu verlangen.

Auch in der Berufswelt sollte darüber ohne Angst gesprochen werden.

Entgegengesetzt der Ansicht des Autors und der beiden, im Artikel zu Wort kommenden Damen der HIV-Berodung des Roten Kreuzes, ist AIDS noch immer eine tödliche Krankheit, und HIV, das zu AIDS führt, ein ansteckender Virus.

Kelly Meris

16.04.2018